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Er weckt mich alle Morgen

Noch als ich in meinem Bett lag und friedlich schlummerte,
die Dämmerung herauf zog und ich die Decke noch einmal über meinen Kopf,
stand mein Herr schon um mich.
Mit seinem Licht hat er mich geweckt.

Meine Augen hat er geöffnet, dass ich sehe seinen Tag.
Meine Ohren hat er geöffnet, dass ich höre sein Flüstern:
Dieser Tag ist für Dich gemacht.
Sei gespannt, ich hab was für uns mitgebracht.

Er, der diese Welt mit seinem gewaltigen Wort erschuf,
spricht zu mir wie am ersten Tag.
Wie sollte ich mich da noch ängstigen, verzagen?
Es ist doch sein Wort, das alles schaffen kann: Nichts gilt mehr als sein Ruf.

Der lichte Ostermorgen schwört,
dass nichts seine ewige Treue durchbrechen kann.
Tag für Tag erfahre ichs –
so wie ein Jünger hört.

„Steh auf, lass die Nacht liegen, sag nicht ‚gleich‘.“
Ich gehe nicht zurück.
Er allein macht mich reich,
ist mein Glück.

Wenn ich nur seinem Rufen folge,
geh ich auf bereitetem Weg.
Nur seine Stufen passieren,
nur das tun, was ich ihn tun seh.

Umhüllt von seinem Wort und Licht, wage ichs.
Ob ich versage oder nicht – er wird vollen Lohn zahlen
und lässt strahlen sein Wort und Licht.

 

Corinna Schubert
inspiriert durch
„Er weckt mich alle Morgen“
von Jochen Klepper